Was ist das Web 4.0?

Das Internet der Dinge | Industrie 4.0 | Internet Outernet

One comment: On Was ist das Web 4.0?

  • Das Web 4.0 taucht als Begriff häufig im Zusammenhang mit dem Ausdruck Industrie 4.0 auf. Die Zählweise 1.0, 2.0, 3.0… stammt von den Entwicklungsstufen von Maschinen oder Versionen einer Software.

    Im Web 4.0 kommt die Welt der Maschinen mit der Welt des Internet zusammen.
    Das Internet allein könnte als eine Vielzahl von Software-Anwendungen definiert werden, die miteinander in Verbindung stehen.

    Im Web 1.0 verwiesen diese Anwendungen aufeinander. Das Web 1.0 – als die ursprüngliche Version des Internets – ist als Verbindung von Informationen gekennzeichnet. Man kann es sich bildlich vorstellen als eine Vielzahl von A4-Blättern mit Text und Zahlen. Ein Blatt hatte den Link zum anderen Blatt. Klickte man auf diesen Link, kam man auf das nächste Blatt.

    Als die Menschen auf diesen “Blättern” etwas eingeben konnten, was in Datenbanken abgespeichert wurde und wieder aufgerufen werden konnte, war das Web 2.0 geboren. Denn nun konnten normale Menschen mit diesen Blättern – und dadurch miteinander – interagieren. Sie konnten selbst am Internet teilnehmen und sich austauschen. Das Web 2.0 mit Facebook, YouTube und allen Blogs ist gekennzeichnet als das Netz der Verbindungen zwischen Menschen.

    Das kaum bekannte Web 3.0 legt die Grundlagen für das populäre Web 4.0. Sind die Informationen seit dem Web 1.0 mieteinander verlinkt und können durch die Eingaben aller Teilnehmer am Web 2.0 ergänzt und erweitert werden, schafft das Web 3.0 aus den Verbindungen und Ergänzungen durch Auswertung der Informationen neues Wissen und neue Prozesse.

    Da liegt es nahe, dass die weltweiten Netze der Information dieses Wissen an Maschinen weitergeben und damit deren Prozesse steuern helfen. Das Web 4.0 schließt damit den Kreis zum Web 1.0 und vollendet die Entwicklung vom Internet zum Outernet – dem Internet der Dinge.

    Das sogenannte Internet der Dinge, wie das Web 4.0 auch bezeichnet wird, trat zum ersten Mal in das öffentliche Bewusstsein mit dem Aufkommen der 3D-Drucker. Ein digitaler Bauplan aus dem Internet konnte heruntergeladen und an einen Drucker weitergeleitet werden, der zum Beispiel ein Bauteil aus einem Plastikblock fräste.

    Das Internet kreist nicht mehr in seiner eigenen, abgeschlossenen Sphäre. Es greift mit dem Web 4.0 nach außen in die reale, körperliche Welt. Deshalb heißt es Internet der Dinge.

    Weil dieser Schritt aus der immateriellen Scheinwelt heraus vor allem die Art des Produzierens verändert, läuft Web 4.0 synonym unter dem Begriff Industrie 4.0.

    Industrie 4.0 ist gekennzeichnet als das Netz der intelligenten Verbindungen. Maschinen in Fabriken greifen bei Bedarf auf Informationen im Internet zu. Das Internet sucht und sammelt Informationen und analysiert diese. Ein Computerprogramm zieht Schlussfolgerungen aus dieser Analyse und leitet auf deren Grundlage weitere Schritte ein, die der Maschine über das Internet mitgeteilt werden. Die Maschine ihrerseits reagiert darauf, indem es kurzfristig ihre Produktion umstellt.

    Das Web 4.0 kann in seiner Ausformung als Industrie 4.0 Fortschritt aber auch Gefahren bedeuten. Hacker griffen zum Beispiel eine deutsche Gießerei für Stahlprodukte an und legten über den Weg des Internets seine Maschinen lahm.

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